Archiv der letzten 6 Monate

Jahresüberblick

Sonntag, 21. Januar 2007

Nakita geht es besser

Wir waren die letzten 2 Tage jeden Tag bei unserer Nakita. Sie ist zwar noch immer sehr nervös, doch schon lange nicht mehr so schlimm wie am ersten Tag nach der Umstellung. Die Isländerponys jagen sie ziemlich viel und versuchen sie wegzubeißen. Doch sie ist viel schneller und wendiger und es ist auch genügend Ausweichmöglichkeit da. Auf dieser Koppel laufen ca. 30 Pferde verschiedenen Alters herum. Sie können sich jetzt auch ein ganz klein wenig unterstellen, da die langgezogene Heuraufe nicht mehr weggezäunt ist und ein ca. 2 m überstehendes Dach hat. Leider nicht im Windschatten. Die Zufahrt geht einen langgezogenen steilen Waldweg rauf. Mir ist es ein Rätsel, wie ich den Tierarzt und den Hufschmied dorthin bestellen soll (die Hufschmiede wollen einen asphaltierten ebenen Platz). Vielleicht sollte ich mal einen Kursus über Barhufpflege machen. Die sind zwar teuer, aber ich denke, so schwer kann das doch nicht sein. Im Normalfall brauchen die Curlys keine Hufeisen. Sie haben sehr harte Hufe, was auch unser alter Hufschmied bestätigte. Er meinte mal ungefragt nach dem Ausschneiden, unsere Pferde hätte so ähnlich feste Hufe wie die Maulesel und man müsste sie bestimmt später nicht beschlagen.

Was ich allerdings immer noch schlimm finde, ist das alte Heu, welches er den Pferden anbietet. Es ist dort aufgeschichtet wie für die Ewigkeit und die Pferde fressen halt von oben tiefe Löcher rein. Dabei brauchen Pferde viel besseres Heu als z.B. Kühe. Durch altes Heu erhöht sich die Kolikgefahr erheblich. Das Heu riecht auch gar nicht frisch und je weiter nach unten abgefressen wird umso älter ist es. Es regnet auch zum Großteil ständig drauf. Ich glaube, unter diesen Umständen ist es sehr wichtig, dass Nakita täglich von mir ihr Zusatzfutter bekommt. Ich mache ihr meistens einen Mix aus Kraftfutter (sehr gutes Fohlenfutter z.Zt.), Mineralfutter, Biotin und Grünlippmuschelextrakt und schnippele ihr noch Möhren, Äpfel und Bananen dazu. Natürlich alles in Maßen! Sie liebt diese Aufmerksamkeit für sich und freut sich unheimlich über unsere Besuche.

Ihr Fell ist obendrauf ziemlich verklebt, ein bisschen wie ein festgebackener Panzer. Doch ich kann sie bei diesem Wetter nicht bürsten, sonst reibe ich die Nässe ein und sie wird kalt bekommen. Wenn sie sich noch ein bisschen besser eingelebt hat und nicht mehr so ängstlich ist, werden wir versuchen, kleine Spaziergänge mit ihr zu machen. Vielleicht schaffen wir es ja, sie durch den Wald ins Dorf zu bekommen, damit der Hufschied und der Tierarzt (sie muss nochmal dringend nachgeimpft werden) unten am Hof arbeiten können. Wir müssen einfach aus dieser blöden Situation das Beste machen.