Böser Überfall auf Minnie
Bevor wir über all die schönen Tage die nun hinter uns liegen und die tolle Entwicklung der Welpen berichten, möchten wir unserem Ärger und Bestürzung Luft machen, was unserer Minnie passiert ist:
Vor ca. 14 Tagen kam unsere dreijährige Langhaarkatze Minnie für 2 Tage nicht nach Hause. Dabei geht sie nie weit weg und hält sich überwiegend in unserem Vorgarten oder Carport auf.
Am 2. Abend suchten wir Minnie überall, aber sie war nicht zu finden. Wir fingen langsam an uns ernsthaft Sorgen zu machen. Wie erleichtert waren wir, als sie plötzlich um 23.30 Uhr auf der Terasse hinter dem Haus in einem Körbchen lag. Doch die Erleichterung war nur von kurzer Dauer, denn Minnie konnte hinten nicht mehr aufstehen und schleppte sich mit den Vorderfüßen zur Terassentür.
Eine Untersuchung beim Tierarzt ergab, dass sie einen riesigen Blutererguß oder Bruchsack (genau ist es immer noch nicht feststellbar) unter dem Bauch hängen hatte, eine Lähmung der hinteren Gliedmaße (vor allen Dingen das rechte Bein) und eindeutig Hundebisse am Bauch und Bein. Die Röntgenbilder ergaben kein eindeutiges Urteil über die Schwere der Verletzungen; die Knochen waren anscheinend nicht ausgekugelt oder gebrochen. Es sieht mehr nach einer massiven Schädigung der Nervenbahnen, Sehnen und Bänder im Rücken und Bein aus.
Minnie ist von ihrem Wesen her eine ganz liebe und verhält sich trotz großer Schmerzen auch beim Tierarzt wie ein Lämmchen. Mittlerweile ist zwar eine kleine Besserung eingetreten (sie kann den Toilettengang wieder kontrollieren und das Laufen geht schon wieder ein wenig), aber wir wissen immer noch nicht, ob sie je wieder richtig laufen kann und ob nicht noch eine große Operation beim Spezialisten ansteht. Sollte sie eine starke Gehbehinderung zurückbehalten, hieße das, dass sie nicht mehr raus dürfte. Und das ist für eine leidenschaftliche Freigängerin eigentlich unmöglich.
Als Tierfreunde, die den Frieden lieben nehmen wir seit Jahren in Kauf, dass trotz Leinenpflicht Hunde hier frei herumlaufen, in unseren Carport und Vorgarten sch..., unsere Katzen über den Gartenzaun jagen, ständig ums Grundstück herumlungern usw. usw. Jetzt, wo ein unschuldiges Kätzchen fast zu Tode gekommen bzw. für den Rest seines Lebens invalide geworden ist (ganz abgesehen von dem erheblichen finanziellen Schaden), ist irgendwo die Schmerzgrenze erreicht. Wir können unsere Hunde auch nicht einfach frei laufen lassen (z.B. unseren Deutschen Schäferhund, der sich zwar von den Shelties alles gefallen läßt, aber keinen fremden Hund duldet). Wir finden dieses Verhalten mehr als rücksichtslos und hoffen, dass wir den Verantwortlichen noch finden werden.
Am allermeisten hoffen wir jedoch, dass unsere Minnie wieder ganz gesund wird. Im Moment ist sie so traumatisiert, dass sie sogar vor unseren Hunden Angst hat. Ihr rechtes Beinchen knickt immer ganz seltsam beim Laufen ein und sie kann auch kein Gewicht darauf tragen. Sie möchte immer raus, aber da ist es für sie viel zu gefährlich. Sie könnte momentan überhaupt nicht fliehen und sich über den Zaun retten.
Auf dem obigen Foto war die Welt noch in Ordnung. Es wurde zufälligerweise ein paar Tage vor dem Unglück gemacht. Auch wenn Minnie "nur" eine Katze ist, sie ist für uns ein Familienmitglied und genauso viel wert wie jedes der anderen Tiere.